Sinnflut Ein Film über Hochsensibilität

Sinnflut
charaktere

Eileen Eileen, 28 Jahre alt, von Beruf Bibliothekarin, hat sich zu Hause komplett abgeschottet. Solange es nicht nötig ist, geht sie nicht vor die Tür. Sie leidet unter der fehlenden Filterung von akustischen, visuellen, so wie emotionalen Reizen. Schon früh hat sie sich aus ihrem sozialen Umfeld zurückgezogen, weil sie der Flut an Reizen nicht standhalten konnte. Die Frage danach ob sie verrückt ist, obwohl sie sich ihrer Empfindungen immer so sicher war und ist, begleitet sie ständig. Sie weis, dass das was sie so empfindsam macht nicht unbedingt schlecht ist. Sie hat schon immer das Gefühl gehabt mit jedem ihrer Sinne besonders den Ohren und Augen alles aufsaugen zu können, was um sie passiert und es gibt auch seltene Momente in denen sie das genießt. In Folge dessen, hat sie aber auch das Gefühl ständig aus allen Nähten zu platzen. Ihr Kopf steht ständig unter Dauerspannung und kann das ausfgesogene nicht  verarbeiten. Das und ihre Empfindungen hat sie sich schon lange nicht mehr getraut Preis zu geben. Ihre Lösung gegen ständiges belächelt werden und Unverständnis war der Rückzug. Trotzdem konnte sie der Ungewissheit darüber was an ihr anders ist und der Reizüberflutung nicht mehr standhalten. Auf Dauer erdrückte sie die Einsamkeit und die    entwickelte Unfähigkeit zwischenmenschlich aktiv zu sein. Sie ist es Leid unter der eigens geschaffenen Isolation zu leiden und sich den belastenden Einflüssen von außen schutzlos ausgeliefert zu sehen. Eine Stütze bietet ihr die bereits fortgeschrittene Therapie. Eileens Arbeitsplatz – die Buchhandlung ist, wie ihre Wohnung, eine kleine Rettungsinsel, umringt von einem Schutzwall aus Büchern. Doch die Mauer hat Lücken: ihr Chef belästigt sie und schafft dadurch eine weitere Belastung. Eine Gegenreaktion darauf fällt ihr zunächst schwer, da sie Angst hat wie so oft als überempfindlich bezeichnet zu werden.

Heinz – der Chef Heinz ist Ende 40. Doch er versucht immer jünger zu wirken als er ist. Er trägt Kleidung, die gesellschaftlich eigentlich nicht seinem Alter entspricht. Den Buchladen hat Heinz in der dritten Generation übernommen. Sein Vater war ein Feingeist, der in Büchern aufging und für das Geschäft lebte, das Heinz nach seinem Tod übernahm. Heinz selbst hat kaum einen Bezug zu Büchern und hat seinen Vater in seiner Leidenschaft nie ernst genommen und eher belächelt. Er sieht eher den Profit im Vordergrund. Er hatte immer den Traum beruflich etwas „aufregenderes“ als sein Vater auszuüben, hat dies aber nie geschafft und nun die Hoffnung sich mit dem Buchladen über Wasser zu halten. Heinz hat Angst durch den Buchladen alt und langweilig zu wirken und kompensiert das durch ausschweifende Partygänge, weshalb er oft zur spät zur Arbeit kommt. Von Eileen hingegen erwartet er immer pünktlich zu sein. Für ihn sind etwas veraltete geschlechtsspezifische Rollenverteilungen eine Selbstverständlichkeit. Er selbst würde niemals in Frage stellen, ob er mit seinem Umfeld – speziell Eileen – zu grob umgeht. Er geht fälschlicherweise davon aus, dass sie zu ihm als Chef aufblickt. Oft versucht er sich durch Flirts mit jüngeren Frauen Bestätigung zu holen. Dass Eileen auf seine Annäherungsversuche zunächst nicht reagiert, deutet er als Schüchternheit und wird dadurch noch mehr „herausgefordert“.

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Sinnflut der Film
Sinnflut – erzählt einen Tag aus dem Leben einer hoch sensiblen Frau, die einen Versuch wagt aus ihrem selbst geschaffenen Gefängnis aus Isolation und Passivität auszubrechen.